Darbietung des Evangeliums aus jüdischer Perspektive

Das Problem

In unseren evangelischen Gemeinden werden Gläubige angeleitet, das Evangelium weiterzusagen. Aber von den einschlägigen Kursen, an denen ich teilgenommen habe, bereitete mich kein einziger darauf vor, jüdischen Menschen meinen Glauben zu bezeugen.

Die Notwendigkeit

Wenn Sie Juden das Evangelium bringen, dann sollten Sie dabei besonders berücksichtigen, daß ein Jude das Neue Testament nicht für maßgebend hält. Er oder sie hält es für ein heidnisches Buch, das von dem heidnischen „Gott“ handelt und einen Juden nichts angeht.

Der Irrtum

Der Irrtum besteht darin, daß man bei der Evangeliumsverkündigung nur das Neue Testament verwendet. Wenn Sie über diese Situation nachdenken, dann stellen Sie sich bitte vor, Sie wären ein Jude. Ein Mormone legt seinen Glauben aus dem Buch Mormon dar. Er hat schon verloren, ehe er überhaupt damit anfängt, weil Sie nicht glauben, daß sein Buch die Wahrheit sagt. Ebenso empfindet es ein Jude, weil er das Neue Testament für unzuverlässig hält.

Die Lösung

Die Lösung besteht darin, daß man das Evangelium vom Alten Testament her bezeugt.

Die Darbietung

Folgendes soll ein Vorschlag sein, die „Gute Nachricht” vom Alten Testament her weiterzusagen. Ihr jüdischer Freund hat keine andere Wahl als diese Präsentation als maßgeblich zu akzeptieren, weil sie aus seiner eigenen Bibel stammt.

  1. Alle haben gesündigt.
  2. Psalm 14,2-3
    Der HERR schaut vom Himmel auf die Men-schenkinder, daß er sehe, ob jemand klug sei und nach Gott frage. Aber sie sind alle abgewichen und allesamt verdorben; da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer.

  3. Die Konseqenz der Sünde ist der Tod.
  4. Hesekiel 18,4
    Denn siehe, alle Menschen gehören mir; die Väter gehören mir so gut wie die Söhne; jeder, der sündigt, soll sterben.

  5. Der Sünder kann der Bestrafung entgehen, wenn ein Stellvertreter an seiner Statt stirbt.
  6. Mose 17,11
    Denn des Leibes Leben ist im Blut, und ich habe es euch für den Altar gegeben, daß ihr damit entsühnt werdet. Denn das Blut ist die Ent-sühnung, weil das Leben in ihm ist.

  7. Der Messias ist der endgültige Stellver-treter.
  8. Jesaja 53,6
    Wir gingen alle in die Irre wie Schafe, ein jeder sah auf seinen Weg. Aber der HERR warf unser aller Sünde auf ihn.

  9. Um persönlich die Vergebung zu emp-fangen, müssen wir Gott so vertrauen, wie es unser Vater Abraham tat.
  10. Mose 15,6
    Abraham glaubte dem HERRN, und das rechnete er ihm zur Gerechtigkeit.

    Hier wechseln wir über zum Neuen Testa-ment.

  11. Heute ist der einzig richtige Gegenstand unseres Glaubens der Messias Jeschua.
  12. Johannes 1,12
    Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben.

    Johannes 3,16
    Denn also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.

Wie Sie sehen, ist die „Gute Nachricht“ absolut biblisch und ebenso auch jüdisch. Freuen Sie sich darüber, und Gott sei mit Ihnen.