
Chiara Ko, Sekretärin I
In Apostelgeschichte 2,21 steht: „Und es soll geschehen: wer den Namen des Herrn anrufen wird, der soll gerettet werden.“ Auf diese Bibelstelle stieß ich wiederholt, ohne zu verstehen, was sie meint – bis vor kurzem. Gott zeigte mir, daß Er alle Seine Verheißungen hält, aber manchmal erkennen wir das einfach nicht, bis zu einer späteren Zeit.
Am 21. Juli 1984 wurde ich in Jakarta in Indonesien geboren. Ich wuchs in einer katholischen Familie auf, die ihren Glauben auch ein wenig praktizierte. Als neugeborenes Kind wurde ich getauft, doch ich lebte meinen katholischen Glauben nicht aus. In den ersten zehn Jahren lebte ich in den Vorstädten von Jakarta, besuchte eine protestantische Grundschule und erfuhr mehr über das Volk der Bibel. 1998 kam ich nach Amerika, wo ich die High School in San Fernando Valley besuchte.
Das letzte Jahr an der Schule war schwierig für mich. Während dieser Zeit fragte ich mich ständig, wozu ich wohl in dieser Welt war. Ich machte im Sommer 2001 meinen Abschluß und hatte vor, nach Irvine zu gehen.
Gott hatte tatsächlich einen Plan für mich, und es ist erstaunlich zu sehen, wie dieser sich langsam aber sicher entfaltete. Im September 2001 kam ich auf die Universität von Kalifornien in Irvine (UCI). Die Uni hatte nicht genügend Wohnraum für uns Studenten, und so wurde ich in einem „vorläufigen Zimmer“ untergebracht. Obwohl ich nur drei Monate lang in diesem Raum wohnte, wirkte Gott durch die dortige Helferin, die mir das Evangelium bezeugte. Durch sie und ihre Freunde erfuhr ich mehr über Gott und über unseren Messias, Christus.
Einen Monat nach meiner Ankunft auf der UCI mußte ich zum Klavierunterricht nach Los Angeles, aber ich hatte kein Auto. So mußte ich mit dem Bus und mit dem Zug fahren, und das dauerte für einen Weg vier Stunden. Am Abend vor der Hinfahrt hatte ich Gott gebeten, sich mir zu offenbaren, und ich bat insbesondere darum, daß ich nicht allein sein würde, falls mir in Los Angeles irgendetwas zustoßen sollte.
Am Anfang lief alles gut. Aber auf dem Rückweg kam ich auf dem Bahnhof von Long Beach nicht weiter, zwanzig Minuten nachdem der letzte Bus nach Irvine abgefahren war. Als ich eine Weile gewartet hatte, kam ein junger Mann und fragte mich, ob ich wüßte, wie man zur UCI käme! Ich war aufgeregt und und wußte sofort, daß dies eine Antwort auf mein Gebet war. So kam ich in dieser Nacht heim in mein Zimmer, zwar spät, aber sicher. Am nächsten Tage betete ich zusammen mit meiner Helferin, und ich nahm Christus an. Gott hat nicht nur meine Gebete erhört, sondern Er hielt auch Seine Verheißung, wonach, wer den Namen des Herrn anrufen wird, gerettet werden soll!
Seit diesem Tag in 2001 hat Gott mich auf eine Weise gebraucht, die ich mir niemals hätte vorstellen können. Im Sommer 2003 wurde ich zu einem messianischen Dienst an der UCI geführt. Auch zu HaDavar Messianic Ministries wurde ich geführt. Hier bin ich seit Dezember 2003 als Gehilfin tätig für einen großartigen Chef. Gott hat mir durch diesen Dienst Seine erstaunliche Liebe und Barmherzigkeit reichlich gezeigt. Er fährt fort, mich in meinem Leben zu segnen und für alles zu sorgen, was ich nötig habe.
Im Jahre 2004 überschüttete Gott mich wieder mit Seinem Segen, und ich fand einen wunderbaren Mann, Vincent Ko. Drei Jahre später heirateten wir am 25. Mai 2007.
Chiara Ko