Unsere Weisen aus dem Altertum Können Sich Nicht Geirrt Haben – 2. Teil

Vorwurf der Anti-Missionare:

Ein bekannter Einwand, den die Anti-Missionare vorbringen, lautet folgendermaßen:

Die meisten unserer Gelehrten und Weisen des Altertums stimmen darin überein, daß Jesus nicht der Messias ist. Wie konnten sie mit all ihrer Gelehrsamkeit und Autorität den Messias übersehen, als er kam? Es ist unvorstellbar, daß sie einen solchen gravierenden Fehler machen konnten. Außerdem sind die Rabbiner die geistlichen Autoritäten im Judentum. Sie haben die Antworten und wissen, was für Israel am besten ist. Sie alle sind sich einig, daß Jesus nichts für die Juden ist.

HaDavars Antwort:

QUESTION AUTHORITY (Frage der Autorität), 2.Teil
Von Moishe Rosen, Begründer von „Juden für Jesus“

In der letzten Ausgabe von Havurah sprachen wir über das Infragestellen von Autorität, insbesondere, wenn es die jüdische Religion angeht. Wir sahen eine Verschiebung der Autorität infolge der Zerstörung des Tempels. Diese Verschiebung ereignete sich auf dem Konzil von Jawne, wo die Rabbinen sich selbst zu Führern des Judentums ernannten anstelle des priesterlichen Systems, das von Gott eingesetzt worden war.

Wenige Juden nahmen wahr, wie radikal dieser Wandel war. Da die Bibel eine rabbinische Autorität nicht erwähnt, war es für die Rabbinen wesentlich, eine Rechtfertigung dafür zu finden, daß sie sich diese Aura zulegten.

Verunreinigung war ein ständiges Thema in der jüdischen Rechtsprechung. Bestimmte Gegenstände wurden verunreinigt, wenn sie von jemand anderem als einem Priester gehandhabt wurden. Bestimmte Handlungen, wie Tätowierung des Körpers, waren Verunreinigung. Das 3. Buch Mose ist voll von Vorschriften über rein und unrein, über Erlaubtes und nicht Erlaubtes.

Vor der Zerstörung des Tempels im Jahre 70 A.D. lehrten die Priester oder Kohanim die Regeln des Gottesdienstes und des Lebens. Sie waren dafür verantwortlich, daß die Leute von Verunreinigung und Entweihung ferngehalten wurden. Als aber der Tempel zerstört war, wurden die Priester entweder in die Zerstreuung getrieben oder getötet, und so entstand ein Machtvakuum. Die Rabbinen versuchten, das Volk zusammenzuhalten und boten sich selbst als religiöse Autoritäten an, um dieses Vakuum auszufüllen. Ohne die Priester, die die Tora auslegten, wurden sie die einzigen Ausleger der biblischen Schriften.

Es war nicht so, als ob die Rabbinen die Herrschaft von jemandem wegnahmen. Die Priesterschaft befand sich auch schon vor der Tempelzerstörung in Unordnung. Nichtsdestoweniger war es aber schwierig, sich auf die Bibel zu berufen, nachdem die Rabbinen die Autorität übernommen hatten. Das Gesetz war geschrieben worden, um von bestimmten Menschen zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort erfüllt zu werden, und es sollte innerhalb einer bestimmten Struktur durch Offenbarung weiter entwickelt werden.

Die Frage der rabbinischen Autorität erhebt sich deutlich, wenn wir zurückgehen und untersuchen, welche von Gott gegebene Autorität ihnen vorausging: nämlich die, welche die Ämter des Propheten, Priesters und Königs umfaßten. Wie im 1.Teil dieses Artikels erwähnt, waren das die von Gott zugewiesenen Ämter. Gott gab ein Zeichen oder Symbol, um anzuzeigen, daß er seine Autorität diesen Personen verliehen hatte. Dieses Zeichen war eine öffentliche Salbung, nämlich das Streichen von Öl auf das Haupt der betreffenden Person.

Das Wort „salben“ erscheint zuerst mit Bezug auf Aaron und seine Familie. Gott befahl Mose: „Und du sollst sie (die Kleidungsstücke) deinem Bruder Aaron samt seinen Söhnen anlegen und sollst sie salben und ihre Hände füllen und sie weihen, daß sie meine Priester seien“ (2.Mose 28,41).

Doch die Priester waren nicht die einzigen, die von Gott in eine autoritäre Stellung eingesetzt und gesalbt wurden. In 1.Könige 19,15-16 lesen wir, daß Gott Elia beauftragte, Jehu zum König, das ist Melech, über Israel zu salben, und im selben Vers sollte Elia auch Elisa zum Propheten an seiner Statt salben. Somit wurde denen, die Gott als Priester, Propheten und Könige erwählte, auf Gottes Anweisung das gleiche Symbol der Salbung gegeben.

Es ist interessant, etwas weiter zurückzublicken und zu sehen, wie Gott vorher handelte in Sachen König und Königtum. Nach Mose und Josua wurde unser Volk eine Zeitlang regiert von Häuptlingen, die auch das Richteramt ausübten – manchmal besser, manchmal schlechter. Als diese Zeit zu Ende ging, verlangte das Volk einen König „wie andere Völker“. Und Gott setzte eine Monarchie ein.

An dem Tag, bevor Saul zu ihm kam, hatte Gott dem Samuel das Ohr geöffnet und sagte zu ihm: „Morgen um diese Zeit will ich einen Mann zu dir senden aus dem Lande Benjamin, den sollst du zum Fürsten salben über mein Volk Israel, daß er mein Volk errette aus der Philister Hand. Denn ich habe das Elend meines Volks angesehen, und sein Schreien ist vor mich gekommen.“ Als nun Samuel Saul sah, tat ihm der HERR kund: „Siehe, das ist der Mann, von dem ich dir gesagt habe, daß er über mein Volk herrschen soll.“ (1.Samuel 9,15-17).

Saul sollte zum Befehlshaber, zum Nagid, gesalbt werden, was etwas anderes ist, als es das übliche Wort für König ausdrückt: „Da nahm Samuel den Krug mit Öl und goß es auf sein Haupt und küßte ihn und sprach: Siehe, der HERR hat dich zum Fürsten (Nagid) über sein Erbteil gesalbt.“ (1.Samuel 10,1).

Das Volk ersuchte Gott um einen König (Melech) (1.Samuel 8,6), sie wollten keinen Befehlshaber (Nagid) (1.Samuel 10,1). Im Falle Sauls salbte ihn der Prophet zu einem Befehshaber, und das Volk machte Saul zu einem König vor dem Herrn (1.Samuel 11,15).

Der König sollte ein Verwalter über Gottes Erbe sein. Alle von Gott gegebene Autorität ist eine Art von Verwalteramt, denn Gott ist der Schöpfer von allem und der Herr über alles. Aber das Volk hatte um einen König gebeten, um so wie die anderen Völker zu sein, und so erhielten sie einen König.

Während also Saul die Salbung des Herrn empfing und seine Regierung in der Kraft des Heiligen Geistes begann, wurde es schnell offenbar, daß Saul nicht der König war, den Gott sich für sein Volk vorgestellt hatte. Man kann das so sehen, daß Gott den Israeliten gab, was sie haben wollten, um sie auf das vorzubereiten, was er ihnen geben wollte – David, den Mann nach Gottes Herzen (1.Samuel 13,14). Und auch David war erst ein Vorläufer des vollkommenen Königs, der noch kommen sollte.

Die Autorität, die das Volk für sich erwählt, ist gewaltig verschieden von der Autorität, die Gott über uns stellen möchte. Wenige Leute wünschen sich Autorität in ihrem Leben, aber die meisten wollen sich unter eine Autorität stellen, wenn sie sich davon Schutz versprechen.

Als die Rabbinen sich mit der Aura der Autorität umgaben, geschah das, um das jüdische Volk zu schützen. Dieser Schutz wurde nicht so sehr im Hinblick auf eine militärische Bedrohung verstanden. Es handelte sich eher um die Bedrohung, daß wir ohne Tempel unsere völkische Existenz verlieren könnten, daß wir den Versuchungen der Assimilation nachgeben und in einem Meer von heidnischen Völkern untergehen würden. So wurden die Rabbinen zu den Vermittlern der jüdischen Religion und damit zu den Bewahrern unseres Volkes für sein Überleben.

Religion benötigt Offenbarung und Regelung. Erstere muß bevollmächtigt interpretiert werden, und das zweite muß mit Vollmacht durchgesetzt werden. Aber ohne das jüdische Opfersystem erschien vieles im Gesetz bedeutungslos. Vieles in der Tora war nicht länger maßgebend, nachdem der Tempel zerstört und das Volk zerstreut war. Mit dem Rückgang der Priesterschaft kam auch das Verschwinden der Propheten. Darum konnten die Rabbinen ihre Autorität nicht auf Offenbarung gründen.

Doch dieses Problem wurde gelöst durch eine Idee, von der das orthodoxe Judentum bis auf den heutigen Tag durchdrungen ist. Es ist schwierig zu sagen, ob diese Idee in Jawne ihren Ursprung hatte. Aber eine besondere Idee oder ein Einfall gab den Rabbinen Autorität ohne eine Salbung und in einem gewissen Maß auch ohne die Bibel. Dieser Einfall ist das mündliche Gesetz. Angeblich brachte Mose nicht nur das geschriebene Gesetz und diktierte die Tora, sondern nach der Tradition empfing er auch ein mündliches Gesetz. Dieses Gesetz wurde mündlich an ausgewählte Schüler weitergegeben, bis der Talmud geschrieben wurde. Vom Talmud sagt man, er enthalte das mündliche Gesetz – und so gibt der Talmud den Rabbinen ihre Prominenz.

Die Rabbinen beriefen sich schließlich auf die Tradition, und so ist es bis auf diesen Tag geblieben. „Das Judentum lehrt“ wurde die Grundlage für die Aufrechterhaltung der jüdischen Religion, und das Baumaterial für diese Grundlage war der Konsens der Rabbinen. Das Eine, bei dem unter den Rabbinen Übereinstimmung herrschte, war, daß Jesus nicht der Messias sein konnte. Jeder Jude, der sagte, daß er es doch war, mußte zu einem Ausgestoßenen gemacht werden.

Während ursprünglich die Menschen, Gegenstände und Orte für den Gottesdienst sämtlich von Gott auserwählt und gesalbt wurden, wurde das Rabbinat zu einer sich selbst ernennenden, sich selbst erhaltenden und sich selbst beglaubigenden Gruppe. Das soll nicht heißen, daß Gott die Rabbinen nicht in Anspruch genommen habe, daß ihre Absichten schlecht oder alle ihre Anstrengungen umsonst waren. Aber anders als die Priester und Leviten waren die Rabbinen keine Leiter des Gottesdienstes. In einem gewissen Sinne waren sie geistliche Wachhunde, die bellend zu warnen hatten vor Götzendienst und Gesetzesbruch. Später wandelten sich die Rabbiner von Warnern vor Ungesetzlichkeit im Judentum, und sie prangerten dann das an, was an Schädlichem von außen her an die Juden herankam. Sie wurden die Anführer im Kampf gegen Antisemitismus und Assimilation. Aber der Gottesdienst bleibt weiterhin eine Herzensangelenheit, und meistens schulten die Rabbiner die Köpfe mehr als die Herzen.

Die Juden von heute betrachten die Rabbiner weiterhin als die Autoritäten, nicht so sehr als diejenigen, die ihnen sagen sollen , wie man Gott kennenlernt oder wie man notwendiger-weise sein tägliches Leben zu gestalten hat, sondern die ihnen ein Gefühl der Sicherheit geben sollen. Der Sinn und Zweck der Sicherheit besteht darin, daß es so etwas wie ein fest zusammenhaltendes Judentum geben soll, das dem jüdischen Volk als einem von anderen Völkern verschiedenen Volk zum Überleben verhilft – ob es nun seine Religion praktiziert oder nicht.

Die hauptsächliche Macht und Autorität der Rabbiner beruht auf dem Willen der jüdischen Gemeinschaft, ihnen zu gestatten, daß sie definieren, was jüdisch ist und was nicht. Die Menschen finden Sicherheit in Begrenzungen, und eine Definition ist eine solche Begrenzung. Während die Rabbiner in der heutigen, pluralistischen Gesellschaft immer weniger Definitionen oder Begrenzungen aufstellen können, gibt es doch wenigstens eine, die unverhandelbar ist: Jesus kann nicht der Messias sein. Die heutigen Rabbiner benützen diese Begrenzung, weil sie sie als unerläßlich ansehen für das Überleben des jüdischen Volkes.

Aber diejenigen von uns, die glauben, daß Jesus der Messias ist, sehen den Kampf ums Überleben in einem anderen Licht. Dieses Licht ist der Glanz der Souveränität Gottes und die herrliche Fortsetzung seines Erlösungsplanes.

Die Autorität Gottes für die Regierungsgewalt und das geistliche Wohlergehen Israels wurde ausgeübt durch die Propheten, Priester und Könige. Diese drei Instanzen bildeten eine Kontrolle und ein Gleichgewicht der Kräfte. Die Propheten konnten die Könige wegen Nichterfüllung des Gesetzes anklagen, die Priester konnten dem König das Recht verweigern, zum Altar zu kommen, und ein König konnte in gleicher Weise die Propheten oder Priester wegen zivilen Ungehorsams bestrafen. Aber Gottes endgültige Verheißung war, einen Gesalbten zu schicken, der keine äußere Balance nötig haben würde, weil seine Person innerlich vollständig ausgeglichen ist. Dieser Gesalbte wird durch die ganze hebräische Bibel hindurch erwähnt. Viele messianische Prophetien zeigen den Gesalbten als das Werkzeug Gottes zum Überleben des jüdischen Volkes, ob geistlich wie in Jesaja 53 oder in Zeiten des Krieges wie im Buch Sacharja. Aber nirgends sehen wir die Frage der Autorität des Messias deutlicher beschrieben als in Psalm 2, wo sich die Nationen versammeln und ihrem Zorn gegen den Herrn und seinen Gesalbten Luft machen wollen. Mit anderen Worten, Psalm 2 beschreibt den Kampf der Menschheit gegen Gottes Autorität. Psalm 2 lehrt uns auch, daß der Gesalbte, oder der Maschiach, Gottes Sohn sein wird.

Der erste Vers fragt: „Warum toben die Heiden und murren die Völker so vergeblich?“ Darin sehen wir einen Unterschied zwischen den „Heiden“ (das sind fast alle Völker der Welt) und den „Völkern“, womit das Volk Israel gemeint ist. Die heidnischen Völker kochen vor Ungestüm und Wut, und das Volk Israel, obwohl gelassener, hat immer noch eine nichtssagende Vorstellung von der Bedeutung der Autorität. Vers 2 zeigt uns, daß die Könige der Erde sich verschanzen und Stellung beziehen, und die Herrscher (allgemein bezogen auf Israel) Rat halten gegen Jahwe und seinen Maschiach, und was sagen sie? Sie sagen: „Lasset uns zerreißen ihre Bande und von uns werfen ihre Stricke!“ Mit anderen Worten, alle Bande, die Gott und sein Volk zusammenbinden, und auch die, die Gott und seine Schöpfung verbinden, sollen zerrissen werden. Das ist der Plan der Welt, um Gottes Autorität zurückzuweisen.

Vers 4 nennt uns die Reaktion Gottes: „Aber der im Himmel wohnt, lachet ihrer, und der Herr spottet ihrer.“ Was für ein kosmisches Vergnügen! Die Völker haben nicht die leiseste Vorstellung davon, wie sehr sie an Gott gebunden sind, der die eigentlichen Grenzen des Lebens gesetzt hat. Die Verbindung mit ihm zu lösen wäre Selbstmord, denn niemand kann ohne ihn existieren.

In Vers 6 sehen wir, daß Gott seinen eigenen Herrscher ernannt hat. Gottes wahrer König (Melech) ist eingesetzt auf dem Berg Zion. Und um seinen Maschiach weiter zu identifizieren, verkündet Gott: „Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt.“ Die vielen „gezeugt“ in der Bibelübersetzung scheinen Vaterschaft anzuzeigen. Das ist wahr, aber Gott gab keine extra Party, um seinen gezeugten Sohn zu feiern, denn Gott war schon immer der Vater. Theologen sind sich nicht einig über den Moment dieser „Zeugung“, aber es war wahrscheinlich entweder die Fleischwerdung oder Geburt des Gott-Menschen Messias, oder es war seine Auferstehung. Die Zeugung wird hauptsächlich angesehen als offizielle und legale Bekanntmachung von Jesus als dem Sohn Gottes.

Daher sagt der Psalmist, daß das Erbe des Sohnes alle Völker sein sollen, denn ihm werden gegeben „der Welt Enden zum Eigentum“ (Vers 8). Diesem Gesalbten wird mehr gegeben, als jeder Prophet, Priester oder König in Israel je hätte beanspruchen können. Er ist nicht nur der Gesalbte Israels, sondern der von Gott ernannte Führer der ganzen Welt. Um das zu beweisen, führt Vers 9 aus, daß der Messias das Recht hat, die Völker zu pulverisieren, wenn er will. Gott hat ihm letzte und höchste Autorität gegeben.

Im Licht des Vorangehenden sagt der Psalmist: „Dienet dem HERRN mit Furcht, und küßt seine Füße (oder freut euch) mit Zittern“. Der letzte Vers fordert uns auf, seinen Sohn, den Messias-König, zu umarmen. Und das Wort an Israel ist: „Wohl allen, die auf ihn trauen!“ (Vers 12).

Es ist weder natürlich noch normal für die Leute, sich Autorität zu wünschen, um sich führen oder ihr Leben bestimmen zu lassen. Jeder von uns möchte der Befehlshaber in seinem Schicksal sein und der Herr über seine eigene Seele. Jeder von uns verlangt das Recht, zu entscheiden, was richtig und falsch ist nach unserem Geschmack und was für uns annehmbar ist. Jeder von uns begehrt Souveränität über das eigene Leben, aber leider weiß der weise Mensch, daß er das nicht beherrschen kann, und darum sucht er nach der wahren Autorität, die ihn leiten soll. Was ist die wahre Autorität? In der jüdischen Gemeinschaft leiten die Rabbiner uns in dem, was man das „endgültige Richtig und Falsch“ nennen könnte, aber sie leiten mit Hilfe von Konsens, und der Konsens ändert sich mit der Zeit. Außer, wenn es dabei um Jesus geht.

Die Verwerfung Jesu gründete sich nicht auf einem Versagen in der Erfüllung von Prophetien. Er wird abgelehnt als Reaktion auf seine Ablehnung der mißbrauchten Autorität der Priesterschaft und der Selbstgerechtigkeit der Pharisäer und Schriftgelehrten. Er stellte sich selbst als die Autorität dar, die man vom Messias erwarten darf. Aber die Verwalter der jüdischen Religion in jenen Tagen erkannten nicht, daß er der Messias war. Es gab nie eine offizielle, jüdische Antwort auf Jesus; es gab stets eine andere Reaktion, die Annahme, daß er unmöglich der Messias sein konnte. Daher wurden alle Beweise in diesem Licht gesehen, und so ist es bis auf den heutigen Tag geblieben.

Was bedeutet das für uns Juden, die wir an Jeschua glauben? Wie beeinflußt es unser Verhältnis zur Hauptrichtung des Judaismus?

Ein Bestandteil wahrer Autorität ist Macht. Wenn Menschen sich selbst oder andere in autoritäte Stellungen einsetzen, dann können sie nur so viel Macht verleihen, wie sie in ihrer eigenen Position besitzen. Wenn Gott jemanden salbt, so bevollmächtigt er diese Person ganz und gar. Jeschua (Jesus) ist sein höchster Gesalbter, und als solcher hat er alle Macht und Autorität des Vaters zur Verfügung. Gott salbt auch die Jünger Jesu – Sie und mich – mit seinem Heiligen Geist. Der König des Universums hat uns zu seinen Kindern berufen, zu Prinzen und Prinzessinnen – nicht nur zum Spaß.

Wer ist dann heute die wahre Autorität für uns? Die Autorität der heutigen Zeit setzt sich fort in der Heiligen Schrift, so wie sie von geistgeleiteten, geisterfüllten Jüngern (eher Studenten oder Anfänger als Lehrer) ausgelegt wird. Die eine wahre Autorität, der Messias, teilt seinen Geist, den Heiligen Geist, mit für die Bevollmächtigung und das Verständnis derer, die sich mit den Angelegenheiten seines Vaters beschäftigen.

 

(Nachgedruckt mit Erlaubnis von „Jews for Jesus“ aus dem Havurah Newsletter, Copyright Dezember 2002.)

Für mehr Information über „Jews for Jesus“ wählen Sie JewsforJesus.org