
Paul Stevens, Administrative Assistant II
Als Kind besuchte ich eine kleine Gemeinde der Südlichen Baptisten in Lemon Grove (bei San Diego) in Kalifornien, wo Gottes Wort klar verkündigt wurde. Als ich sechs Jahre alt war, ließen sich meine Eltern scheiden. Ein Jahr später reagierte ich auf eine Evangeliumsver-kündigung und ging nach vorn, wo ich zusammen mit dem Pastor betete, um Christi Vergebung zu empfangen. Einige Wochen später wurde ich getauft.
Als ich 14 war, heiratete meine Mutter einen Mann, der vor kurzem eine Seminarausbildung abgeschlossen hatte. Ein Jahr später, als ich auf eine höhere Schule kam, zog unsere Familie in eine kleine Stadt in Utah, um dort eine Kirchengemeinde zu gründen. In jener Gegend gab es etwa 95% Mormonen und, es ist unnötig zu erwähnen, ich paßte da nicht hin. Ich wurde geächtet, nicht weil ich ein Christ war, sondern einfach weil ich kein Mormone war. In meinem Wandel mit dem Herrn war ich nur sehr wenig gewachsen, und es gab wenig in meinem Leben, was als ein Zeugnis für Christus gelten konnte.
Nach meinem ersten Jahr auf der hohen Schule rebellierte ich gegen meine Eltern und gegen meinen Glauben. Ich führte absichtlich eine unchristliche Lebensweise in den nächsten drei Jahren. Im Sommer nach meinem zweiten Studienjahr im College kamen einige junge Leute aus dem College in Kalifornien in unsere Gemeinde, um hier an unserer Ferien-Bibelschule teilzunehmen. In den folgenden zwei Wochen, in denen ich jeden Abend betrunken war, sah ich, wie diese christlichen, jungen Leute lebten, und ich hatte reichlich Gelegenheit, mich mit ihnen zu beschäftigen. In ihrem Leben und Verhalten sah ich das, was in meinem Leben gefehlt hatte. Dadurch, daß ich Gott meinen Rücken zugekehrt hatte, war mein Leben leer geworden. Nichts, das die Welt anzubieten hatte (und das war überreichlich), war in Erfüllung gegangen. Ein paar Wochen, nachdem diese Gruppe uns wieder verlassen hatte, übergab ich mein Leben Gott erneut und sagte dabei im Wesentlichen: „Herr, was immer Du willst.“
Zwei Wochen später, Ende August 1964, verließ ich Utah mit einem zerbeulten Auto und 50 Dollar, um eine Woche bei der Familie eines der jungen Männer aus Kalifornien zu verbringen. Ich spürte deutlich, wie Gott sagte: „Geh!“ Aber ich hatte keine Ahnung, warum. Um die lange Geschichte kurz zu machen: Innerhalb eines Monats war ich ein Student am BIOLA College geworden (obwohl die Anmeldung bereits vor vier Monaten abgeschlossen worden war). Die Familie meines neuen Freundes nahm mich auf, ohne von mir eine Bezahlung für Zimmer und Verpflegung zu nehmen.
Von diesem Zeitpunkt an hat Gott in ähnlicher Weise für alle meine Bedürfnisse gesorgt. Ich bin mit einer hübschen christlichen Frau verheiratet, und Gott gab uns vier großartige Kinder und sechs wunderbare Enkel. Nach einer befriedigenden, 33-jährigen Berufszeit bei der kalifornischen Bundesregierung konnte ich in relativ jungem Alter in den Ruhestand gehen. So suchte ich nach einer Stelle, wo ich Gott in einer christlichen Arbeit mit dem Wort dienen konnte. Er war so gnädig und verschaffte mir die gesuchte Gelegenheit, und so freue ich mich, daß ich zur Zeit bei HaDavar in Teilzeitarbeit als Mitarbeiter in der Verwaltung dienen darf.
Paul Stevens